Prüfung für E-Scooter und deren Benutzer beim HVV

geprüftVor einiger Zeit bekam ich die Information dass der HVV (Hamburger Verkehrsverbund) eine neue Regelung für die Mitnahme von E-Scootern beschliessen will.

Heute kam nun die offizielle Pressemitteilung, die wie folgt lautet:

E-Scooter in Bussen: neue Mitnahmeregelung im HVV

Ab dem 1. Januar 2017 gilt eine klare HVV-weite Regelung, um die sichere Mitnahme von sogenannten „E-Scootern“ in den Bussen der Verkehrsunternehmen zu gewährleisten. Dabei sind bestimmte technische Standards einzuhalten: Der E-Scooter muss vierrädrig sein, darf mit aufsitzender Person nicht mehr als 300 kg wiegen und nicht über 1,20 m lang sein. Außerdem muss ein sicherer Stand während der Fahrt gewährleistet sein, indem die E-Scooter rückwärts an die Prallfläche der Busse gestellt werden.

Der HVV bietet mit Unterstützung der Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) allen E-Scooter-Nutzern kostenlose Schulungen zur sicheren Mitfahrt in Bussen an. Die Teilnehmer erhalten anschließend einen Pass sowie eine Plakette zur Anbringung an das Fahrzeug. Die LAG (www.lagh-hamburg.de) bietet darüber hinaus auch gesonderte Einzeltrainings an, um unerfahrene E-Scooter-Nutzer auf die Schulungen vorzubereiten.

Ab dem 1.1.2017 müssen E-Scooter-Nutzer für die Mitnahme in den Bussen im HVV Pass und Plakette mitführen.

Hintergrund: Ein im Auftrag der Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA) erstelltes Gutachten hat im Jahr 2014 nachgewiesen, dass E-Scooter in Linienbussen in bestimmten Situationen durch Kippen oder Rutschen eine Gefahr darstellen können. Daraufhin wurde in einigen Städten ein genereller Ausschluss von E-Scootern in Bussen beschlossen. Der HVV vermeidet mit seiner Mitnahmeregelung diesen vollständigen Ausschluss und trägt gleichzeitig den Ergebnissen des Gutachtens Rechnung.

Weitere Informationen erhalten Interessierte ab sofort unter www.hvv.de/service/mobilitaet-fuer-alle/schulungen. Darüber hinaus können unter der Telefonnummer 040/72594-186 (dienstags 9-12 Uhr, donnerstags 14-17 Uhr) aktuelle Termine und Orte der Schulungen erfragt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Vohl

Pressesprecher

Da ich selber keinen E-Scooter sondern einen E-Rollstuhl benutze, fällt es mir schwer dazu meine Meinung zu äußern. 

Fakt ist, dass die Regelung GAR KEINE E-Scooter mehr mitzunehmen nicht wirklich akzeptabel ist. Ob dies nun ein Kompromiss ist, mag ich in Anbetracht der Gesundheits-und Hilfsmittelpolitik der Krankenkassen bezweifeln, denn diese versorgen oftmals nicht so wie es die Menschen bräuchten um weiterhin mitgenommen zu werden.

Dazu steht im Gesetz:

1 – die körperlichen Grundfunktionen (Gehen; Stehen; Sitzen; Treppen steigen; Liegen; Sprechen; Hören; Nahrungsaufnahme etc.)
Dabei ist zu beachten, dass beispielsweise zum Grundbedürfnis gehbehinderter Menschen auf Sicherung eines gewissen körperlichen Freiraums nicht das Zurücklegen längerer Wegstrecken wie dies zum Beispiel ein Jogger oder Wanderer tut. Es ist immer nur für einen Basisausgleich zu sorgen durch das Hilfsmittel. Dazu gehört bei gehbehinderten Menschen, sich frei in der Wohnung bewegen zu können und auch mal an die frische Luft zu gelangen.

(Quelle: bag-selbsthilf.de)

„…auch mal an die frische Luft zu gelangen…“ bedeutet die Krankenkassen versorgen nur für den Nahbereich des Hilfebedürftigen!

Aber bildet euch selbst eine Meinung!

Der Flyer  zum Thema hvv_e-scooter

Mir wurde übrigens versichert dass für elektrische Rollstühle KEINE neue Regelung geplant ist.

Herzliche Grüße

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